„Denkst du wirklich, dass diese Idee gut ist?“
Die Worte treffen mich messerscharf, zentnerschwer.
Es gibt einen Grund, warum ich alleine hier sitze, alleine schreibe.
Ich habe das alles zu oft gehört, zu oft erlebt
.
Die Lösung: Ein Pseudonym
Ich verstecke mich nicht dahinter
Ich schütze mich selbst
vor beißenden Kommentaren
vor gehässigen Witzen
.
Ich bin immer noch das melancholische Mädchen von damals
Aber nicht mehr das melancholische Mädchen mit den großen, unerreichbaren Träumen
Ich bin das melancholische Mädchen, das ihre Träume erreichbar macht
Das melancholische Mädchen, das ihre eigene Welt erschafft – Wort für Wort wie ein Haus aus Buchstaben
Das tut, was alle gern tun würden, sich aber nicht trauen
Sie selbst sein
.
Und doch wiegt alles schwer
Soll ich den Schritt wirklich gehen?
Haben die anderen nicht doch recht?
Bin ich nicht doch zu klein dafür?
Ist das nicht alles zu viel für mich?
.
Es ist alles zu viel
Und doch ist da zu wenig
Zu wenig Zeit
Zu wenig Energie
Zu wenig Schlaf
Zu wenig strahlende Sonnenstunden,
die mein Herz frei und leicht machen
.
Ich recherchiere
Recherchiere mich zu Tode
stolpere von einem Rabbit Hole zum nächsten
wie Alice im Wunderland,
doch bleibe auf der Stelle
.
Zu viele Ideen, als dass ich sie erfassen könnte
Zu viel, was geschrieben werden muss
Zu viel, was hinaus in die Welt muss
.
Die Worte stecken mir im Hals
sie wollen heraus, doch ich lass sie nicht
Hab keine Zeit, keine Ruhe
Sie brechen aus mir heraus
gebären sich selbst
.
Ein Schlachtfeld aus Tinte und Tränen
für das ich tagein tagaus lebe.
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