Veröffentlichen im (Selbst)Verlag

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Verlag oder Selbstverlag – das ist die große Frage, die sich viele Autoren stellen. Natürlich ist es ein großes Lob für einen Schriftsteller, wenn der eigene Roman von einem Verlag angenommen und verlegt wird.

Doch wer die Sache realistisch betrachtet oder bereits seine Erfahrungen gemacht hat, weiß: Es braucht ganz viel Glück und meist eine große Portion Vitamin B, um überhaupt in die Nähe eines Verlagsvertrags zu kommen.

Ich dachte lange Zeit auch immer: Wenn ich nicht bei einem großen Verlag unterkomme, ist mein Buch nichts wert.

Dass das jedoch Schwachsinn ist, wurde mir von vielen Seiten bestätigt – sowohl von Verlagsmitarbeitern als auch von Autoren.

Glücklicherweise leben wir heute in einer Zeit, in der Schriftsteller nicht darauf angewiesen sind, von einem Verlag aufgenommen zu werden. Dank der digitalen Möglichkeiten kann jeder ein Buch veröffentlichen und verkaufen.

In meinen Augen hat das große Vor- und Nachteile. Einerseits kann alles – also wirklich alles – auf dem Markt landen. Ganz gleich, ob es anständig lektoriert wurde und ob die Geschichte stimmig ist. Andererseits bekommen die Geschichten eine Chance, die von einem Verlag nicht angenommen wurden – sei es aus Ressourcenmangel, einem vollen Verlagsprogramm oder Pech.

Der Selbstverlag geht auch mit deutlich besserer Vergütung einher. Viele Autoren schwören also auf das Selfpublishing und würden sich nie auf die niedrigen Honorare, die einen bei Verlagen oft erwarten, einlassen.

Es ist ein Für und Wider. Und ich finde Argumente für beide Seiten vollkommen berechtigt.

Für mein erstes Buch habe ich mich für den Weg über das Selfpublishing entschieden. Die Gründe sind vielfältig. Vor allem aber denke ich, dass es sich gerade für das Debüt lohnt, selbst tätig zu werden.

Und damit meine Leser eine hohe Qualität erwartet, schicke ich alles noch einmal durch ein gründliches Lektorat.

Ich habe eine erfahrene und kompetente Lektorin an meiner Seite, die mich dabei unterstützt, nicht nur die Sprache, sondern auch die Geschichte zu optimieren. Denn selbst wenn ich es wieder und wieder selbst lesen würde, hätte ich nicht das Auge für die Feinheiten, wie ein Fremder es hat.

Und da liegt mein Roman nun – auf dem Schreibtisch meiner Lektorin. Danach wird es noch eine Korrekturschleife meinerseits geben und dann ist mein Debütroman soweit: Er kann die große, weite Welt erblicken und hoffentlich eine Menge Leser erfreuen und in fantastische Welten entführen.

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